Vitamin A – Schutz für die Zellen

Das fettlösliche Vitamin A umfasst eine Vielzahl von Stoffgruppen, die im Körper ähnlich wirken. Retinol ist das bekannteste. Vorstufen von Vitamin A sind die sogenannten Provitamine, wie z.B. die Carotinoide. Diese werden von Menschen oder Tieren mit der Nahrung aufgenommen und im Darm oder in der Leber zu  Vitamin A umgewandelt.

getrocknete Mango und getrocknete Aprikosen enthalten viel Vitamin A in Form von Beta-Carotin getrocknete Mangos und getrocknete Aprikosen enthalten viel Vitamin A in Form von Beta-Carotin

Beta Carotin und seine Wirkung

Beta-Carotin – auch Provitamin-A genannt – ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Carotinoide. Carotinoide sind jene Farbstoffe, denen Pflanzen und Tieren ihre leuchtende Farbe verdanken. Das schöne Orange der Aprikosen oder Mango, aber auch die pinkfarbenen Federn der Flamingos sind nichts weiter als eine dichte Ansammlung von Carotinoiden-Molekülen.

Im Körper umgewandelt in Vitamin A wirkt Betakarotin antioxidativ,  fängt also z.B. freie Sauerstoffradikale ein. Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung spielt Vitamin A eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern sowie bei der Vorbeugung von Infektionen. Vitamin A besitzt eine wichtige Funktion bei Wachstumsprozessen. Es trägt außerdem dazu bei, Haut und Schleimhäute gesund zu halten und ist wichtig für unsere Sehkraft.

Die Health Claim-Verordnung macht folgende gesundheitsbezogene Angaben zu Vitamin A:

Vitamin A

► trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei

► trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei

► trägt zur Erhaltung normaler Haut bei

► trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei

► trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei

► hat eine Funktion bei der Zellspezialisierung

 

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin A enthalten?

In pflanzlicher Nahrung kommt Vitamin A häufig in Form von Beta-Carotin (Provitamin A) vor, vor allem in dunkelgrünen und gelben sowie roten Obst- und Gemüsesorten. So findet es sich beispielsweise in Aprikosen, Mangos, Papaya, Pfirsichen, Möhren, Sellerie oder Rote Beete. Bereits 25 g getrocknete Aprikosen (ca. 5 Stück) liefern den Tagesbedarf an Vitamin A. Der Organismus kann das fettlösliche Beta-Carotin leichter aufnehmen, wenn gleichzeitig eine kleine Menge Fett dazu verzehrt wird, zum Beispiel in Form von Nüssen.

Gute tierische Vitamin-A-Lieferanten sind Leber, Fisch, Milch und Käse.

Vitamin A in Trockenfrüchten und Nüssen:

Trockenfrüchte & Nüsse Provitamin A in µg/100 mg
getrocknete Aprikosen 35000
getrocknete Mango 5150
getrocknete Papaya 1220
Kürbiskerne 225
Pistazien 150

   

Empfohlene Tagesdosis

Empfohlene Zufuhr / Tag für Frauen: 0,8 mg

Empfohlene Zufuhr / Tag für Männer: 1 mg

Erhöhter  Bedarf entsteht z.B. bei Rauchern,  bei hohem Alkoholkonsum, bei Einnahme von Abführmittel, Antibabypille und Antibiotika. Vitamin E und Zink helfen dem Körper Vitamin A zu verwerten, welches seinerseits die Eisenaufnahme fördert.

 

Auswirkungen bei einem Vitamin A-Mangel?

Eine länger andauernde Unterversorgung mit Vitamin A kann trockene Haut sowie Sehstörungen zur Folge haben. Diese kann bis zur Nachtblindheit führen. Außerdem steigt unter Umständen die Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege.

1 mg Vitamin A entspricht 6 mg Provitamin A (Beta-Carotin)

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Quellen:

Fitmacher für jeden Tag, Das Beste, Reader‘s Digest

Vitamine, Mineral- und Pflanzenstoffe – wie sie wirken, wer sei braucht, Reader‘s Digest

Ernährung in Prävention und Therapie.

Wissenschaftliche Stellungnahmen der EFSA

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