Vielfalt macht SINNlich - nicht nur auf Äckern

Vielfalt macht SINNlich, eine Bio-Trockenfrucht-Nuss-Mischung ist ein Gemeinschaftsprodukt von Jalall D'or und der NABU-Naturschutzstation Münsterland

Wir stellen die neue Trockenfrucht-Nussmischung "Vielfalt macht SINNlich" vor.

Wir haben eine neue neue Trockenfrucht-Nuss-Mischung in Bioqualität im Angebot. "Vielfalt macht SINNlich" so heißt die Kreation. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprodukt von Jalall D'or und NABU Naturschutzstation Münsterland. Unsere Biomischung ist nach dem "NABU-Brot" der Vollkornbäckerei Cibaria aus Münster das zweite Produkt aus dem Projekt "Artenreiche Feldflur in Münster", mit dem die NABU-Naturschutzstation Münsterland auf den Rückgang typischer Pflanzen- und Tierarten der Äcker hinweisen möchte.

Die Vielfalt ist der gemeinsame Nenner unserer bunten Trockenfrucht-Nuss-Mischung und artenreicher Äcker. Vielfalt ist bunt, Vielfalt ist abwechslungsreich, Vielfalt macht Freude. Artenreiche Äcker sind nicht nur Zeichen einer intakten Umwelt, sie erfreuen auch das Auge des Betrachters.“ So auch der Inhalt der Jalall D‘or-Mischung. Braune Mandeln aus Spanien, weiße Cashewkerne aus Brasilien, grüne Rosinen aus China, rubinrote Cranberries aus dem Iran und goldene Physalis aus Kolumbien vertragen sich hier auf engstem Raum. Sie stehen für die Vielfalt der Kulturen und die Vielfalt des Geschmacks.

Von jeder verkauften Nussmischung, wie auch von jedem verkauften NABU-Brot, gehen 50 Cent an den NABU. Die damit erzielten Erlöse setzt der NABU zu 100% zur Erhaltung des Artenreichtums auf Münsters Äckern ein, durch die Anpachtung von Ackerstreifen, die Entschädigung von Landwirten oder die Einsaat von Wildkräuter-Samen. Dr. Thomas Hövelmann, Geschäftsführer der NABU-Naturschutzstation Münsterland und Initiator des Projektes, zum Anliegen des NABU: „Wir wollen mit den Produkten von regionalen Anbietern die Verbraucher sensibilisieren, Ihnen vor allem den Zusammenhang zwischen Konsumverhalten und Verlust von Artenvielfalt vor Augen halten: Artenvielfalt hat ihren Preis.“

Zum Hintergrund: Rückgang der Vielfalt in der Feldflur

Die Farbenpracht und Artenvielfalt auf unseren Feldern hat in den letzten Jahren jedoch stark abgenommen. Durch die intensivierte landwirtschaftliche Nutzung wie den Einsatz immer effektiverer Pestizide drohen Ackerwildkräuter wie die Kornblume und der Mohn aus unserer Landschaft zu verschwinden. Mit dem Rückgang von „Un“-Kräutern und „Schädlingen“ geht auch der Verlust der Lebensräume und Nahrungsgrundlagen von Tierarten einher, die lange Zeit typisch für die Kulturlandschaft im Münsterland waren. So bekommt man das scheue Rebhuhn oder singende Feldlerchen heute kaum noch zu Gesicht. Stattdessen machen sich im landwirtschaftlich genutzten Raum Monotonie und der „Stumme Frühling“ breit.

Es wäre aber sehr kurzsichtig, die Schuld für diese Entwicklung unseren Landwirten zuzuschreiben. Wer in der Landwirtschaft tätig ist, steht heute unter einem hohen wirtschaftlichen Druck. Ein möglichst ertragreicher Anbau wird daher zur Notwendigkeit und lässt keinen Raum für unerwünschte Konkurrenz auf dem Acker.

Wer heute eine artenfreundliche Landwirtschaft betreiben möchte, kann seine Produkte nicht zum Discountpreis anbieten und ist daher auf Verbraucher angewiesen, die bereit sind, bewusst ein paar Cent mehr zu Gunsten der Natur auszugeben. Mit dem Projekt „Artenreiche Feldflur in Münster“ bietet der NABU die Möglichkeit, den Erhalt typischer Pflanzen- und Tierarten in Münster und gesunden Genuss mit gutem Gewissen miteinander zu verbinden.

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