Meine erste Begegnung mit grünen Smoothies

Grüner Smoothie mit Wildkräutern

Im Februar lernte ich auf der Biofach-Messe grüne Smoothies kennen. Sie wurden an einem Stand in einem Hochleistungsmixer vorgeführt und ich war zunächst neugierig, weil auch Trockenfrüchte und Nüsse in den Smoothies mit verwendet wurden. Der Mixer machte alles komplett zu Brei: getrocknete Datteln und Mangos, Cashewkerne, Zitronen mit Schale, Äpfel mit Stiel und Kernen sowie Spinat. Selbst ein Avocadokern und Eiswürfel soll der Mixer in ihre kleinsten Teilchen zerlegen können. Beeindruckend. Frisches Obst mit Trockenfrüchten zu einem Smoothie verarbeitet, das konnte ich mir gut vorstellen, aber Spinat oder Wirsing als Zutat, da war ich skeptisch. Umso faszinierter war ich, als wir eine Kostprobe trinken durften. Mein erster Eindruck - köstlich :)

Das wollte ich zu Hause nachmachen, zumal grüne Smoothies außerordentlich gesund sein sollen. Nach meiner Rückkehr erzählte mir eine Freundin von einer Frau aus Münster, die 11 Jahre lang an Morbus Crohn gelitten hatte und durch den Verzehr von grünen Smoothies seit über einem Jahr symptomfrei sei. Ich wollte sie unbedingt kennen lernen. So traf ich auf eine begeisterte Frau, die mir von Ihrer Leidensgeschichte und der glücklichen Wende in ihrem Leben erzählte. Die Krankheit hatte sie zermürbt und das Essen machte ihr keinen Spaß mehr, weil sie kaum etwas vertrug. Mit den grünen Smoothies bekam ihr Leben eine ganz neue Qualität. Heute ernährt sie sich in erster Linie von Rohkost und grünen Smoothies sowie nach den 5 Elementen. Da mache es auch nichts, wenn sie mal "sündigt" in Form eines Kaffees oder einer Pizza.

Meine Neugierde auf die grünen Smoothies wurde größer und ich kaufte mir sämtliche Bücher dazu. Schließlich erwarb ich auch einen teuren Hochleistungsmixer und fing selber an grüne Smoothies zu mixen.

Die Idee mit den grünen Smoothies hatte übrigens Victoria Boutenko, eine  Frau mittleren Alters aus der ehemaligen Sowjetunion, die heute mit Ihrer Familie in den USA lebt. Sie, Ihr Mann und Ihre Kinder waren sehr krank und sind, nach ihren Worten, durch grüne Smoothies von ihren Beschwerden geheilt worden. Sie ist dem Geheimnis grünen Blattgemüses auf die Spur gekommen und erklärt in ihren Büchern, warum chlorophyllhaltige Lebensmittel so gesund sind und was sie in unserem Körper bewirken.

Also, zunächst experimentierte ich mit Äpfeln, Bananen, Zitronen, Kiwis (mit Schale!) und als Gemüse verwendete ich Spinat, Mangold, Kohlrabiblätter und Möhrenblätter. Hinzu kamen vorher in Wasser eingelegte Leinsamen, Cashewkerne, Mandeln, getrocknete Aprikosen, Mangos, Maulbeeren oder Gojibeeren und für die den runden Geschmack Zitronenstreifen mit Schale, ein Stück Ingwer und eine Prise Salz. Wasser macht das ganze flüssig.

Die ersten Smoothies waren nicht wirklich lecker. Unsere Kinder und Jalall waren auch nicht begeistert. Aber nach verschiedensten Experimenten wurden sie immer besser. Inzwischen habe ich mich zu einer Grünen-Smoothie-Expertin entwickelt ;) Ich trinke seit dem 5. März 2013 jeden Tag ca. 3 Gläser davon. In den ersten Tagen war mir ganz schummrig zumute und ich schlief schlecht. Das waren wohl die ersten Entgiftungszeichen. Positiv entwickelt hat sich recht schnell mein Magen-Darm-Trakt und auch meine Hormone haben sich beruhigt. 3 kg habe ich seit dem abgenommen. Ich esse weniger, weil ich keinen Heißhunger mehr habe. Und das Schöne ist, dass es mir garnicht schwer fällt ihne her zu stellen und zu trinken. Da man nicht schälen und schnibbeln muss, ist ein grüner Smoothie schnell hergestellt und man hat morgens das Gefühl, schon richtig nett zu seinem Körper gewesen zu sein.

Als es vor gut 2 Wochen wärmer wurde, konnte ich endlich die heiß ersehnten Brennesseln und den Giersch aus meinem Garten im Smoothie mit verarbeiten.  Ich befürchtete, dass der Rest der Familie das Wildkräutergetränk boykottieren würde, aber nein, durch die Zitrone und die getrockneten Datteln oder Mangos wurde der etwas herbe Geschmack überdeckt. Sie trinken brav alles, was ich dort hinein gebe. Neben Brennesseln und Giersch pflücke ich jeden Morgen auch Löwenzahn und Gänseblümchen samt Blüte, Vogelmiere, Erdbeer- und Himbeerblätter oder Schafgarbe und Spitzwegerich. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, nehme ich auch mal frische Blätter von Linde, Buche, Haselnuss oder Weißdorn mit.

Ich freue mich, dass ich dadurch meiner alten Berufung als Botanikerin wieder etwas näher komme und die wilden Kräutern nun auf eine ganz neue Art kennen lerne. Durch den Hochleistungsmixer bin ich in der Lage, gesunde Kräuter, die sonst eher herb und faserig schmecken, also nicht wirklich lecker, in Kombination mit getrockneten Datteln oder Mangos und frischen Früchten zu einem köstlichen Power-Getränk zu verarbeiten. Es macht jeden Tag von neuem Freude und ich habe das Gefühl, dass ich meinen Körper mit allem Nötigen versorge. Ich bin dankbar für jede Brennessel und für den Giersch. Diese beiden ungeliebten "Unkräuter" sind 2 der wertvollsten Heilkräuter und das Wunderbare ist, dass sie überall wachsen und gratis sind.

Wichtig ist bei der Herstellung grüner Smoothies einen Hochleistungsmixer wie den Vitamix oder den Revoblend zu benutzen. Diese Mixer haben 37000 Umdrehungen und brechen die Zellwände des grünen Blattgemüses oder der faserreichen Kräuter auf, so dass die wertvollen Bestandteile direkt vom Darm in den Blutkreislauf gelangen. Wer bereits einen Thermomix besitzt, soll auch diesen verwenden können. Durch die starke Zerkleinerung des Blattgrüns schmecken die grünen Smoothies außerdem cremig und weich, und alle wertvollen Inhaltsstoffe können vollständig vom Körper verwertet werden. Die Mixer kosten zwar ziemlich viel Geld, aber ich bin davon überzeugt, dass sie sich in kurzer Zeit bezahlt machen.

Ich werde das Experiment weiter führen. Wunder erwarte ich nicht, aber wer weiß, vielleicht verschwinden durch die grünen Smoothies ja noch weitere Wehwehchen. In ein paar Wochen werde ich meinen Bericht fortführen.

Hier mein derzeitiges Lieblingsrezept. Demnächst beginnt die Erdbeerzeit :), dann gibts neue Rezepte mit Erdbeeren.

4 Gedanken zu „Meine erste Begegnung mit grünen Smoothies“

  • Andreas Paffrath

    Danke für Deine Geschichte! Trinke seit über 2 Jahren regelmäßig grüne Smoothies und bin nach wie vor sehr begeistert!!

    Hier noch ein einfaches und leckeres Einsteiger Rezept:

    - Banane-Apfel -
    1 reife Banane
    2 süße Äpfel oder Birnen
    2-3 handvoll Spinatblätter (alternativ Feldsalat oder auch tiefgekühlte Spinatblätter)
    ~250 ml Liter Wasser

    Viel Spaß beim Mixen und Genießen,
    Andreas

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  • Adel vom RohKostWerk

    Oh prima, eine weitere Fan-Frau von Grünen Smoothies. Willkommen im Club :-)
    Ich mache gern folgende Smoothie-Mischung: 1 Birne, 1/2 Pampelmuse, kleines Stück Ingwer, Brennnessel, Giersch, manchmal noch 1-2 Datteln dazu, Wasser --> mixen, fertig

    Liebe Grüße
    von Adel aus Berlin

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  • Dorothea Linnenbrink

    Danke für das Rezept liebe Adel

    lg Dorothea

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