Heimatbesuch in Teheran

Jalall und Mina im Park2 16

Schon sind es wieder ein paar Jahre her, dass Jalalledin in den Iran gereist ist, um seine Familie dort zu besuchen. Die Selbstständigkeit ließ uns in den letzten Jahren leider wenig Zeit dazu. Ich selber war 4 Mal dort, als die Kinder noch klein waren. Dieses Mal wollte Mina unbedingt mitfliegen, um Ihren Wurzeln wieder näher zu kommen. 12 Jahre sind es her, dass Sie bei Ihrer iranischen Familie war. Sie hatte sehr schöne Erinnerungen an unsere Besuche dort und eine große Sehnsucht nach den Tanten, Onkeln, ihren Kindern und nach der Großmutter.

Am 1. Januar brachte ich Jalalledin und Mina samt 60 kg Koffergewicht gemeinsam mit unserem Freund Ali zum Düsseldorfer Flughafen. Der Flug nach Teheran dauert nur 5 Stunden. Aber von Haustür zu Haustür ist man natürlich einen ganzen Tag unterwegs.

Wochen vorher gab es zwischen Jalalledin und seinen Geschwistern einen regen Austausch. Schließlich musste für jedes Familienmitglied das passende Geschenk mitgebracht werden. Hemden, Schuhe, Sweatshirts … - eine wahre Herausforderung, da wir ja den Geschmack der anderen und die dortige Mode nicht so richtig kennen. Aber – in diesem Fall „Gott sei Dank“ - gibt es ja heutzutage Whats app & Co. Also gingen wir vor Weihnachten in sämtliche Läden und wurde virtuell von den Geschwistern begleitet. Das machte die Sache erheblich leichter als früher  ;-) Im Schuhladen trafen wir auf eine Verkäuferin, die die gleiche Schuhgröße hatte, wie die Eshaghi-Schwestern. Sie musste herhalten und anprobieren. Jalalledin machte Fotos und bekam die direkte Rückmeldung seinen Schwestern. Ich war ja noch etwas skeptisch, vor allem in Bezug auf die Schuhe, aber glücklicherweise konnte er auf diese Weise dieses Mal alle glücklich machen. :-)

 

Die Freude bei der Ankunft war auf beiden Seiten groß. Jalalledin, der jüngste von 6 Geschwistern, wurde herzlich empfangen und auch Mina mit Liebe überschüttet. Beide genossen es sichtlich von allen Seiten verwöhnt zu werden. Mina freute sich ihr persisch aufbessern zu können. Mit Ihren Cousinen und Cousins verstand sie sich prächtig. Sie gingen Feiern oder in einem der großen Parks in Teheran spazieren und tauschten sich über das aus, was junge Menschen so interessiert. Und das war gar nicht so viel anders dort.  Junge Iraner lieben Musik, feiern und tanzen gerne, interessieren sich für schöne Kleidung und sehnen sich nach Freiheit.

Mina Bazar Teheran2 16

Auf dem Teheraner Bazar war Mina überwältigt von der riesigen Auswahl an Trockenfrüchten und Nüssen. Jalalledin hielt Ausschau nach neuen Produkten und ließ sich von der Vielfalt inspirieren.

Grillen auf dem Dach

Familie Eshaghi traf sich meistens bei der älteren Schwester Mahvash, die sich Tag und Nacht um die Mutter sorgt. Es wurde viel gegessen, auf dem Flachdach mitten in Teheran Kebab gegrillt und trotz mancher Sorgen und trauriger Schicksale viel gelacht. Selbst die pflegebedürftige Mutter schaffte es aus dem Bett und genoss die Gegenwart Ihres Sohnes und der Enkeltochter. Leider verging die Zeit viel zu schnell. Auch Mina wäre gerne noch viel länger geblieben, aber die Arbeit hier in Münster rief.

Ich habe die zwei Wochen der Einsamkeit und Stille ebenfalls sehr genossen. Aber natürlich war ich auch gespannt auf die Erzählungen der beiden Urlauber und habe mich gefreut als die Familie wieder komplett war. Nassim kam kurz nach den beiden von seinem Auslandssemester in Barcelona wieder.

 

2 Gedanken zu „Heimatbesuch in Teheran“

  • Renate Fischer
    Renate Fischer 1. März 2016 um 20:05

    Hallo Jalall und Dorothee
    die Bilder sind toll und sehr schön, der Bericht ist spannend und macht neugierig.
    Liebe Grüße Renate

    Antworten
    • Dorothea Linnenbrink
      Dorothea Linnenbrink 7. März 2016 um 11:07

      Liebe Renate,

      freut mich, dass dir der Bericht gefallen hat. Danke für dein Feedback.
      lg Dorothee

      Antworten
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